Peace, justice and strong institutions

Stellen Sie den Schülerinnen und Schülern Dilemmas vor, die mit sozialer Gerechtigkeit, Frieden und Konflikten oder dem Aufbau von Institutionen zusammenhängen. Zum Beispiel, um Obdachlosigkeit anzusprechen: Sollen wir eine Unterkunft abseits der Stadt bereitstellen, die das Problem verbirgt, oder erlauben wir es den Menschen, in Ladeneingängen ungestört zu schlafen? Dies schärft das Bewusstsein für das Problem. Die Schülerinnen und Schüler sollten erkennen, wie sie in den gegebenen Dilemmata vorgehen würden, und ihre Entscheidung im Einzelfall begründen.

Bitten Sie jeden Schüler/jede Schülerin, über die eigene soziale Gruppe oder Gleichaltrigengruppe nachzudenken und eine positive Situation (z.B. in der die Gruppe effektiv zusammenarbeitete oder die breitere Institution wie die Schule unterstützte) und eine negative Situation (z.B. bei Konflikten, Mobbing oder Ausgrenzung von Einzelpersonen) zu identifizieren. Bitten Sie sie, einen reflektierenden Bericht zu schreiben, in dem sie ihre eigene Rolle in jeder Situation betrachten und überlegen, ob sie etwas anders hätten tun können, um ein positiveres Ergebnis zu erzielen.

Die Schülerinnen und Schüler werden mit einer aktuellen Konfliktsituation konfrontiert – oder wählen diese aus (dies kann lokal oder international sein). Sie sollen den Hintergrund des Konflikts recherchieren, wie er entstanden ist und anhand von kontrastierenden Quellen (z.B. Zeitungen, soziale Medien, Zeitschriftenartikel, politische Stellungnahmen) nach verschiedenen Perspektiven oder Positionen in Bezug auf das Thema suchen. Sie sollen eine Präsentation (z.B. Poster, Folien, Artikel) erstellen, die die verschiedenen Ansichten in Bezug auf den Konflikt hervorhebt und ihre eigenen Schlussfolgerungen erläutert.

In Gruppenarbeit wählen die Schülerinnen und Schüler ein lokales Thema aus, das mit sozialer Gerechtigkeit zu tun hat (es kann mit der Organisation zusammenhängen, die unter Kreativität für SDG 16 erwähnt wird). Sie sollten sich überlegen, wie sie eine positive Veränderung herbeiführen können, eine Aktion auswählen, die dazu beiträgt, dass dies geschieht, und dann die Aktion umsetzen, möglicherweise mit Unterstützung anderer Interessenvertreter. Sie sollten kritisch darüber nachdenken, welche Veränderungen als Ergebnis dieser Aktion eingetreten sind; dies können sowohl Veränderungen in ihnen selbst als auch in Bezug auf das von ihnen gewählte Thema sein.

Die Schülerinnen und Schüler wählen eine Gruppe oder Organisation, in der sie Mitglied sind (z.B. Schule, Jugendgruppe, Sportverein). Berücksichtigen Sie die demographische Zusammensetzung der Gruppe und identifizieren Sie Personen, die unterrepräsentiert sind. Machen Sie ein Brainstorming, wie solche Personen ermutigt werden könnten, der Gruppe beizutreten und sich in ihr unterstützt zu fühlen.

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren ein Problem der sozialen Gerechtigkeit (z.B. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit oder LGBT+, Obdachlosigkeit, Zerstörung einer wertvollen Umwelt). Identifizieren Sie die an diesem Thema beteiligten Akteure/Akteure mit unterschiedlichem Hintergrund oder aus unterschiedlichen Fachbereichen (z.B. Soziologen, Ökologen, Ökonomen) sowie die Personen, die Diskriminierung ausgesetzt sind. Entwickeln Sie eine Rollenspielübung für eine bestimmte Altersgruppe, in der diese Akteure zusammenkommen, um ein bestimmtes Szenario, das durch dieses Problem der sozialen Gerechtigkeit verursacht wird, zu diskutieren und zu versuchen, es zu lösen. Erstellen Sie Rollenkarten für die verschiedenen Akteure des Rollenspiels.
Führen Sie das Rollenspiel durch (entweder mit Mitschülerinnen/Mitschülern oder einer Gruppe einer bestimmten Altersgruppe) und berichten Sie über das Ergebnis.

Identifizieren Sie ein Beispiel für Benachteiligung oder Ungerechtigkeit, das Ihre Schülerinnen und Schüler debattieren können. Bitten Sie sie, Partei zu ergreifen, die sie unterstützen möchten. Versuchen Sie, so weit wie möglich zwei gleich große Gruppen zu haben. Bitten Sie jede Gruppe, die entgegengesetzte Ansicht zu der, die sie ursprünglich unterstützen wollte, zu untersuchen und zu unterstützen. Führen Sie die Debatte mit Rednern und Schlussfolgerungen wie üblich durch. Fragen Sie die Gruppe, wie sie sich dabei gefühlt hat, die gegenteilige Ansicht zu unterstützen. Haben sie ihre eigene Meinung in irgendeiner Weise geändert?

In Kleingruppen erstellen die Schülerinnen und Schüler ein kurzes Video, in dem sie ein Interview mit einer benachteiligten Person führen (möglicherweise auf der Grundlage von Untersuchungen, die im Rahmen von Aufmerksamkeit für SDG 16 durchgeführt wurden). Achten Sie darauf, auszudrücken, wie es sich anfühlt, die benachteiligte Person zu sein (z.B. Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden, Beziehungen, Selbstwertgefühl, Lebensbedingungen, wirtschaftliche und soziale Chancen).

Schülerinnen und Schüler identifizieren ein Beispiel für Benachteiligung aus (a) einem lokalen Kontext und (b) einem globalen/ internationalen Kontext. Untersuchen Sie für jedes Beispiel die Gründe für diese Benachteiligung und die Auswirkungen, die sie auf diese Menschen und auf andere hat. Untersuchen Sie Wege zur Überwindung solcher Benachteiligungen.

Entweder einzeln oder in kleinen Gruppen identifizieren die Schülerinnen und Schüler ein Problem oder eine “Ursache” der sozialen Gerechtigkeit (möglicherweise ein Thema, das bereits diskutiert wurde, siehe Aufmerksamkeit). Untersuchen Sie so viele Möglichkeiten wie möglich, diese Sache zu fördern, zu unterstützen, sich für sie einzusetzen oder für sie zu kämpfen, z.B. Kampagnen (Wie?), Schreiben (An wen? Warum?), Abstimmungen (Welche Vertretungsebene?), Interessengruppen (Welche?) und andere politische Strukturen.